Für
Patienten mit einem
Rückfall der aplastischen Anämie nach immunsuppressiver
Therapie wurde von der
Deutschen Studiengruppe "Aplastische Anämie" eine Studie mit einem
monoklonalen Antikörper gegen den Interleukin-2-Rezeptor
durchgeführt. Im
Gegensatz zum Antithymozytenglobulin, welches viele verschiedene
Antikörper
gegen Lymphozyten enthält, besteht das monoklonale Präparat
nur aus einem Typ
von Antikörpern, welche sich mit hoher Wirksamkeit gegen eine
bestimmte
Struktur auf aktivierten Lymphozyten richten, nämlich dem
Interleukin-2-Rezeptor.
In dieser Pilotstudie wurden insgesamt 10 Patienten behandelt. Nur eine Patientin wies vorübergehend im dritten Behandlungsmonat eine Besserung der Blutbildwerte auf. Im längerfristigen Verlauf konnte bei keinem Patienten ein Ansprechen mit einer bedeutsamen Besserung der Blutbildwerte beobachtet werden. Da bei Patienten mit Rückfall einer aplastischen Anämie nach früherem Ansprechen auf eine immunsuppressive Therapie höhere Ansprechraten erwartet worden waren, wurde dieses Therapiekonzept der Behandlung mit Interleukin-2-Rezeptor-Antikörpern von der Deutschen Studiengruppe "Aplastische Anämie" nicht fortgesetzt.